Häufig gestellte Fragen und Antworten
Warum leiden Frauen häufiger unter Verstopfung?
Dass Frauen eher zur Verstopfung neigen – etwa zwei- bis dreimal so oft wie Männer – hängt mit den Hormonschwankungen zusammen. Wenn sich in der Schwangerschaft die Gebärmutter vergrößert, wird das Organ durch Hormone „ruhig gestellt“, damit es nicht zu vorzeitigen Wehen kommt. Diese Ruhigstellung der Gebärmutter überträgt sich auch auf die dahinter liegende Darmmuskulatur und kann zu Verstopfung führen. Ähnlich wirken weibliche Hormone, wenn deren Gleichgewicht während der zweiten Zyklushälfte – also der Zeit zwischen Eisprung und dem Einsetzen der Menstruation – verändert ist. Auch in diesem Fall sind Darmträgheit und Verstopfung häufiger. In den Wechseljahren nimmt die Östrogenproduktion ab, das fein abgestimmte Zusammenspiel der Hormone gerät durcheinander. Häufig führt dies dazu, dass auch die Darmbewegungen abnehmen und der Darm träge wird. Diese natürlichen Veränderungen und/oder die Zufuhr von Hormonen gegen Wechseljahrsbeschwerden können bei Frauen verstärkt zu Verstopfung führen. Insgesamt leiden fast sechs Millionen Frauen in Deutschland unter unregelmäßiger Verdauung, Darmträgheit oder Verstopfung.
Warum kommt es bei Diabetes mellitus häufig zu Verstopfung?
Verstopfung kann eine späte Folge einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein. Ursache ist die eingeschränkte Funktion des Nervensystems durch funktionelle und strukturelle Schädigungen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Darmbewegungen, die durch Nerven gesteuert werden. Bis zu 60 Prozent der Patienten mit Diabetes mellitus leiden unter Verstopfung.
Warum kann Nikotinentzug zu Verstopfung führen?
Schuld ist tatsächlich das fehlende Nikotin im Körper. Denn Nikotin stimuliert den Parasympathikus, einen Teil des Vegetativen Nervensystems, der die Verdauungsfunktionen und -bewegungen steuert. Fehlt diese zusätzliche Stimulation aufgrund des Nikotinentzugs, kann die Verdauung vorübergehend ins Stocken geraten.
Wieso leidet man oftmals im Alter an Verdauungsproblemen wie Verstopfung?
Zum einen laufen im Alter grundsätzlich viele Körperfunktionen langsamer ab, so auch die Verdauung. Denn der Darm ist ein Muskel, der wie andere Muskeln auch mit den Jahren an Leistungsfähigkeit verliert – eine träge Verdauung kann die Folge sein. Zum anderen bewegen sich ältere Menschen oft nicht mehr ausreichend und trinken zu wenig. Auch sind sie häufig auf bestimmte Medikamente angewiesen, deren Einnahme als Nebenwirkung eine Verstopfung hervorrufen kann.
Wie oft sollte man Stuhlgang haben?
Von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich gilt alles als gesund und normal. Ein täglicher Stuhlgang ist nicht notwendig.
Ist Dulcolax® überall erhältlich?
Dulcolax® wird in vielen Ländern in Apotheken angeboten. In Deutschland ist es, aufgrund seiner zuverlässigen und verträglichen Wirkung, das in Apotheken meistempfohlene* und meistverlangte Mittel gegen Darmträgheit und Verstopfung. In der Reiseapotheke sollten Dulcolax® Dragées oder Zäpfchen nicht fehlen.
* Quelle: IMS off take 12/2006; GFK Medic*Scope 2006
Ist es sinnvoll, Dulcolax® täglich anzuwenden?
Dulcolax® Dragées, NP-Tropfen und Zäpfchen brauchen nicht täglich angewendet zu werden. Nach erfolgreicher Anwendung ist der Dickdarm gründlich entleert. So kann es zwei bis drei Tage dauern, bis er sich wieder soweit gefüllt hat, um auf natürliche Weise die Entleerung anzuregen. Es ist nicht sinnvoll täglich Stuhlgang zu erzwingen. Als normale Stuhlhäufigkeit gelten aus medizinischer Sicht dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. Dulcolax® M Balance hingegen kann täglich angewendet werden.
Eignet sich Dulcolax® auch zum Abnehmen?
Nein. Die Anwendung von Dulcolax® mit dem Ziel der Gewichtabnahme ist unsinnig. Dulcolax® entfaltet seine Wirkung nicht im Dünndarm, sondern erst im Dickdarm, wo die Verstopfung sitzt. Aus dem Nahrungsbrei wurden bis er dorthin gelangt alle Nährstoffe und damit auch die Energie (Kalorien) aufgenommen.
Macht Dulcolax® süchtig?
Nein. Die Wirkstoffe in Dulcolax® (Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat) besitzen kein suchterzeugendes Potenzial.
Kann Dulcolax® auch in der Schwangerschaft angewendet werden?
Bei Schwangeren und Stillenden sollen Medikamente jeder Art nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Grundsätzlich soll ein Arzt des Vertrauens über eine sinnvolle Therapie der Verstopfung bei Schwangeren oder Stillenden entscheiden.
Kann Dulcolax® auch in der Stillzeit angewendet werden?
Ja. Hormonelle Umstellungen & Geburtskomplikationen, wie Kaiserschnitt oder Dammschnitt, können den Stuhlgang in der Stillzeit erschweren. Eine Übertragung des Arzneistoffes und seiner Abbauprodukte auf das Kind ist nicht zu befürchten, denn sie gelangen nicht in die Muttermilch.
Beeinflusst die Einnahme von Dulcolax® die Wirkung der Antibabypille?
Die Sicherheit von so genannten Antibabypillen wird bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Dulcolax® nicht beeinflusst. Die Aufnahme in den Körper von den „Pillen“-Wirkstoffen im Dünndarm wird durch Dulcolax® (Bisacodyl, Natriumpicosulfat und Macrogol) nicht gestört. Das Auftreten von unerwünschten Durchfällen könnte die Wirksamkeit aber beeinflussen. Daher ist es wichtig, jedes Abführmittel richtig zu dosieren. Ziel ist immer ein geformter, weicher Stuhl.
Ist es erforderlich, die empfohlene Dosierung von Dulcolax® Dragées zu erhöhen?
Eine Gewöhnung an das Abführmittel ist nicht zu befürchten, daher muss die Dosis auch nicht gesteigert werden. Sofern vom Arzt nicht anderes verordnet, nehmen Erwachsene 1-2 Dragées am Tag ein. Halten die Beschwerden an, muss ein Arzt die Ursache abklären. In der Regel reicht eine Einnahme alle 2-3 Tage aus. Ziel ist ein weicher, geformter Stuhlgang, der ohne starkes Pressen ausgeschieden werden kann.
Wird dem Körper durch die Einnahme von Dulcolax® M Balance Wasser entzogen?
Nein. Dulcolax® M Balance entzieht dem Körper kein Wasser. Wird es, wie empfohlen, mit einem Glas Wasser eingenommen, ist das Pulver ausreichend mit Wasser "bestückt" und holt sich kein weiteres Wasser aus dem Körper. Die getrunkene Menge Wasser reicht dazu aus.
Ist die Zugabe von Elektrolyten in Macrogolpräparaten sinnvoll?
Nein, zur Behandlung einer Verstopfung bringen Elektrolyte im Macrogolpräparat, wie z.B. Natrium- und Kalium-Salze, keinen Zusatznutzen. Denn bei bestimmungsgemäßer Dosierung ist kein Durchfall und somit kein Elektrolytverlust zu befürchten. Daher sind sie aus medizinischer Sicht als überflüssige Zutat einzustufen. Und: Für Patienten mit z.B. Bluthochdruck, einer Nierenfunktionsstörung oder Herzinsuffizienz, die eine salzarme Diät einhalten und darum auf die Zufuhr von Salzen wie beispielsweise Natrium- und Kaliumchlorid stark achten müssen, sind elektrolythaltige Macrogolpräparate zudem nicht bedenkenlos empfehlenswert. Reine Macrogole (z.B. Dulcolax® M Balance) sind dann oft die bessere Wahl.
Was passiert, wenn Dulcolax® M Balance zur Einnahme von weiteren Medikamenten verwendet wird?
Wie in der aktuellen Gebrauchsinformation aufgeführt, sind mit Macrogol (Wirksubstanz in Dulcolax® M Balance) keine Wechselwirkungen bekannt. Daher gibt es auch keine besonderen Hinweise, die bei der gleichzeitigen Einnahme von Macrogol mit anderen Medikamenten zu beachten sind.
